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Die Historie des Ortes Differten. Wenn man sich auf die antiken Funde bezieht, so hat es schon vor 2000 Jahren eine menschliche Siedlung an den Ufern der Bist gegeben. Dort wo eine „dieffe Furt „ den Bach passierbar machte und man den nahen Warndtwald als Jagdrevier nutzen konnte. Als Beweis für diese Behauptung gibt es zwei Artefakte. Einmal den bekannteren „Merkur von Differten“. Dabei handelt es sich um eine vollständig erhaltene Sandsteinplatte, die das Abbild den römischen Gott Merkur auf ihrer Vorderseite trägt. Merkur erkennt man in diesem Fall deutlich an seinem Heroldsstab, den er in der rechten Hand trägt. Leider sind das Gesicht und die Füße nicht vollständig erhalten geblieben bzw. zerstört. (Römer und Kelten) Einen zweiten, aber kaum bekannten Fund, stellt ein Block aus Sandstein dar, der das flache Relief eines linksschreitenden Löwen zeigt. Die Bruchstellen lassen darauf schließen das es sich hier um den Teil eines noch größeren Skulptursteines gehandelt haben muss. Diese beiden Funde wurden im Jahr 1893 beim Abriss der alten Kirche entdeckt. Man fand sie, eingemauert im Fundament einer Kalkbruchsteinmauer. Aber auch dies sind nicht die ältesten Funden menschlicher Aktivität in unserer Region. Steinbeilreste aus der Jungsteinzeit ( Neolithikum ) zeugen von der Beliebtheit unserer Heimat. Dies sind allerdings für eine lange Zeit die einzigen Fundstücke aus den frühen Tagen der Menschheit. Wegen des Gründungsjahres von Differten kam es 1983 zu einem kleinen Disput im Ort. Bis zu diesem Zeitpunkt hieß es, dass Differten 1033 gegründet wurde. Man bezog sich auf dieses Datum, weil es in eben diesem Jahr in den Schriften des Klosters von Busendorf erwähnt worden sein soll. Aus diesem Anlass wäre also 1983 die 950 Jahr Feier angestanden und mit diesem Motto wurde auch geplant. Da es jedoch keine wirkliche Bestätigung für diese Annahme gab und sich kritische Stimmen meldeten, beschloss der damalige Ortsrat das Datum überprüfen zu lassen. Dabei stellte sich heraus, dass in einer Urkunde aus dem Jahr 1067 von Herzog Gerhardt von Lothringen für das Kloster in Echternach, die erste Erwähnung vermerkt ist. Aus der 950 Jahrfeier wurde also nichts und man nannte es statt dessen: Jubiläumsjahr 1983. Denn in diesem Jahr mehrten sich mehrer Jubiläen in ganz verschiedenen Zusammenhängen von denen die erstmalige Erklärung der Rechte als Ort und Personen im Jahr 1333 der wichtigste ist. Also waren es 650 Jahre bzw. 916 statt 950. Was hier so kurz erklärt wird muss damals allerdings für viel Wirbel gesorgt haben .... Ob man in 950 Jahren auch darüber noch Urkunden finden wird ? Wenn man davon ausgeht das auch schon kurz vor dem Jahr 1067 etwas gewesen sein muss so darf man wohl behaupten, dass Differten die älteste Siedlung im Warndt ist. 1080 folgt dann auch der nächste Hinweis auf ein historisches Ereignis. Differten wechselt den Lehnsherren. Zusammen mit Wadgassen wechselt es in den Besitz von Sigisbert, dem Stammvater de Grafen von Saarbrücken. Die nächste Erwähnung ist die Schenkungsurkunde der Edelfrau „Gertrudis von Saarbrücken“ an das Zisterzienserkloster, der Abtei „Wadegozingen“, aus dem Jahr 1223 n.C. Objekt der Schenkung ist eine Kapelle sowie ein größeres Landgut zu Diffurde/ Differten. Bestätigt wurde die Schenkung von Erzbischof Theoderich II. zu Trier. Er überlies darüber hinaus dem Abt Reiner zu Wadgassen die Ehre, die Seelsorge durch einen Kanoniker ausüben zu lassen. Im Jahr 1287 wird Differten vermutlich bei der Schlacht von Bepingen in Mitleidenschaft gezogen. Aus dem Jahr 1288, genauer gesagt vom 11. Juni, stammt die nächste urkundliche Erwähnung aus der Feder des Grafen Walram von Zweibrücken. Es ging damals um einen Rechtsstreit, zwischen dem Kloster Wadegozingen und dem Edelknecht Cuno von Bolchen. Beide Parteien stritten sich um den Besitz der „Niederlassung“ in Differten samt Schweinemast und der Bevölkerung. Geschlichtet wurde dieser Streit von Ritter Jacob Herrn von Warnesperch. In beiden Fällen bewahrheitet sich die alte Weisheit „Von der Wiege bis zur Bare – Formulare, Formulare“. Wenn es nicht so wäre, wüssten wir nämlich gar nichts über diese Zeit. Am 17. Dezember 1292 erlaubt Erzbischof Boemund von Trier die Selbstverwaltung der Kapelle in Differten durch die Mönche der Abtei in Wadgassen. 1314 Graf Peter, Ritter von Varsberg, vergleicht sich mit Joffroy von Bolchen bezüglich ihrer Rechte in Differten. Geoffry erhielt 1/4 , Cuno ¾ der Justiz. 1319 wurde das klösterliche Anwesen in Differten durch den Abt Matthäus von Wadgassen bedeutende erweitert. 1332 Am Donnerstag nach Heiligabend erklärt Ritter Heinrich von Wedingerheim, dass zur Beilegung des Streites mit Abt und Kloster Wadgassen man übereingekommen sei, dass er und der Abt gemeinsam mit dem Herrn von Boulay das Recht haben, in dem Dorf Differten die Gerichtsbeamten ein und abzusetzen, nämlich den Maire, die Schöffen, Förster und andere. Die Justizbeamten teilten sich zur Hälfte zwischen ihm und dem Abt einerseits sowie dem Herrn von Boulay zur anderen Hälfte, ebenso das Holz und die Geldstrafen. Sie durften, einer ohne den anderen, nichts verkaufen. |
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